Stille Nacht - einsame Nacht

Während überall fröhliche Weihnacht gesungen wird, Weihnachtsmärkte überquellen, Geschenke besorgt werden und Menschen zusammenrücken, entsteht leicht der Eindruck, jeder sei eingebettet in Familie, Beziehung oder Freundeskreis. Weihnachten soll ein Fest der Nähe sein, Silvester ein gemeinsamer Übergang – so zumindest das Bild, das uns überall begegnet. 

Und doch erleben viele Menschen genau diese Zeit ganz anders. Sie fühlen sich einsam, ausgeschlossen, vielleicht sogar vergessen. Für manche wird das Gefühl des Alleinseins gerade an den Feiertagen besonders schmerzhaft. Der Kontrast zwischen dem eigenen Erleben und dem gesellschaftlichen Ideal ist zu groß.

Einsamkeit hat viele Gesichter. Sie betrifft Menschen ohne Familie, ebenso wie jene, die zwar von anderen umgeben sind, sich innerlich aber dennoch allein fühlen. Die Feiertage können alte Verluste, ungelöste Konflikte oder eine tiefe Leere spürbar machen. Nicht selten kommen Fragen hoch, die sonst im Alltag keinen Raum haben.

Gerade deshalb ist es mir wichtig, in dieser Zeit erreichbar zu sein. Nicht wegschauen, nicht sagen: Jetzt ist Pause, sondern da zu sein, wenn jemand Unterstützung braucht. Denn Krisen, Sorgen und innere Not halten sich nicht an Feiertage. Niemand sollte mit seinen Gedanken und Gefühlen allein bleiben müssen - auch dann nicht, wenn ringsum gefeiert wird.

Viele nutzen die Tage rund um Weihnachten und den Jahreswechsel bewusst für Rückzug und Auszeit. Ich habe mich sehr bewusst dafür entschieden, Menschen auch an und zwischen den Feiertagen die Möglichkeit zu geben, sich begleiten zu lassen - im Online-Coaching, im Gespräch, im gemeinsamen Sortieren dessen, was gerade schwer wiegt.

Termine sind nach vorheriger Absprache auch an und zwischen den Feiertagen möglich.

Da sein, wenn es nötig ist.

Sophie

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Wie das Buch “Verheiratet mit zwei Männern” entstand - Teil 1