Ich bin
Vor einigen Jahren stand ich an der bretonischen Küste und schaute auf den Atlantik.
Ich erinnere mich nicht mehr daran, warum ich genau in diesem Moment mein Handy in die Hand nahm und die sanfte Brandung filmte. Wahrscheinlich einfach deshalb, weil es so schön war. Und weil, während ich die Wellen beobachtete, nur noch ein Gedanke in mir war.
Ich bin.
Ich bin hier.
Ich bin jetzt.
Ich bin bei mir.
Ich bin.
Mehr brauchte es nicht.
In einer Zeit, in der wir ständig unterwegs sind - gedanklich beim nächsten Thema, bei vergangenen Gesprächen oder zukünftigen Plänen - fühlt sich dieser Moment fast ungewohnt an Ich lade euch herzlich ein, ihn mit mir zu teilen.
Für mich beginnt genau dort das, was ich Pure Beingnenne.
Nicht als Methode.
Nicht als Technik.
Nicht als Dogma.
Sondern als Erfahrung.
Es sind oft Landschaften, die mich daran erinnern. Das Meer. Die Berge. Ein Waldweg. Das Licht am frühen Morgen. Sie alle laden mich ein, still zu werden, bei mir selbst anzukommen und dort zu bleiben.
Diese Momente können überall geschehen. Auf einer Parkbank. Bei einer Tasse Tee. Während eines Spaziergangs, wenn ich für einen Augenblick bewusst den Himmel betrachte - oder eben den Atlantik.
Denn das, was wir im Außen suchen, ist meist bereits in uns. Und es genügt ein Moment, um sich daran zu erinnern.
Aus diesen Erfahrungen entsteht gerade mein Buchprojekt mit dem Arbeitstitel “Reisen als Meditation”. Es soll eine Einladung sein, Landschaften und Orte nicht nur zu besuchen, sondern sie zu spüren und sich von ihnen berühren zu lassen.
Sophie